Im Norden der italienischen Hauptstadt Rom gelegen befindet sich das MAXXI Museum. Es wurde auf einem einstigen Militärgelände errichtet und beim Bau des Museums besann man sich auf das militärisch gerne eingesetzte Bauelement Beton. Heute staunen die Besucher im Nationalmuseum für Kunst und Architektur des 21. Jahrhunderts nicht nur über die vielfältigen Ausstellungen.
Denn das Museum selbst ist ein Meisterwerk der Architektur. Hier gehen Beton und Design, wie so oft in Italien, Hand in Hand. Entstanden ist ein Gebäude, das Stille und Ruhe, aber auch Dynamik und Beweglichkeit gleichermaßen repräsentiert. Die sehr gelungene Raumaufteilung und das gesamte Konzept, welches für die Statik verantwortlich ist, sind das i-Tüpfelchen bei diesem Meisterwerk.
Vernetzte Gebäudestränge
Das MAXXI Museum besteht aus sehr vielfältig miteinander vernetzten Gebäudesträngen. Diese wiederum verbinden die alten Baracken des Militärgeländes mit dem neuen Kopfbau, der direkt zwischen diesen Baracken errichtet wurde. Das Raster des Gebäudes ist eher urban gehalten, doch durch die Gebäudestränge wird es optimal umgesetzt und führt in alle Hauptrichtungen innerhalb des Museums.
In den Galerien entdecken die Besucher dann, wie wichtig der Baustoff Beton für dieses Museum tatsächlich ist. Die bis zu 30 Meter dicken Betonwände dienen gleichzeitig als frei spannende Längsträger. Außerdem sind in ihnen alle notwendigen elektrischen Installationen enthalten. Dadurch konnten die Decken weitestgehend frei bleiben. Sie werden jetzt für besonders attraktive Lichtinstallationen verwendet, die die ausgestellten Stücke im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht rücken.
Vergeblich sucht man im MAXXI Museum dagegen nach Stützen jedweder Art. Diese sind schlicht nicht vorhanden, was auf die Betonwände zurückzuführen ist, die selbst eine ausreichende Stützkraft mit sich bringen.
Außer den Räumen, die für die Ausstellung genutzt werden, finden sich im Museum noch zahlreiche Kreuzungen, Treppen und Rampen. Sie sorgen für die notwendige Dynamik, die in einem krassen, aber gewollten Gegensatz zur Stille der Galerieräume steht. Insbesondere im Foyer wird dem Gedanken der Dynamik Rechnung getragen. Es ist mehrstöckig aufgebaut und wird von schwarzen Treppen und Stegen umgeben. Dabei sind diese wiederum mit einer Untersicht durchzogen, die transluzent leuchtet.
Einmalige Ausstellungen erleben
Alleine aufgrund der Bauweise des Museums fällt es schwer, sich vorzustellen, dass man hier noch mehr architektonische Highlights erkennen kann. Dennoch sind auch die Ausstellungen, die im MAXXI Museum stattfinden, stets sehr gut besucht und vermitteln einen guten Eindruck von optimalen architektonischen und künstlerischen Entwürfen aus dem 21. Jahrhundert.
Dabei wird erneut das Material Beton bevorzugt von den Designern und Architekten entdeckt. Damit lassen sich unzählige Stücke kreieren, die sowohl im Innen-, als auch im Außenbereich für einen wahren Blickfang sorgen werden. Insbesondere Möbelstücke aus Beton, wie Sitzbänke oder Schreibtischplatten, die noch dazu in den ausgefallensten Formgebungen daher kommen, erfreuen sich hierbei großer Beliebtheit. Ebenfalls zeigen die Ausstellungen, dass Beton nicht immer nur langweilig Grau sein muss. Dank moderner Fertigungsprozesse ist es heute ebenfalls möglich, dass Beton in unterschiedlichen Farbtönen eingefärbt wird. Dadurch gelingt es, diesen ebenso farblich passend an die jeweiligen Bedürfnisse im eigenen Heim anzupassen. Mit Hilfe spezieller Oberflächenbeschichtungen lässt sich der Beton auch sehr langfristig in seiner ursprünglichen Schönheit erhalten.